Das "Integrationsmodell Kreisverband Ennepe-Ruhr" "WohnEN unterm Regenbogen" ist aus einer Elterngruppe entstanden, in 2005 trafen sich ursprünglich 8 Elternpaare, die wenigstens ein behindertes Kind haben. Unser Ziel war es: Wir wollten erreichen, dass unsere Kinder mit ihren unterschiedlichen Behinderungen genauso wie andere Menschen die Möglichkeit geboten bekommen, das elterliche Zuhause zu verlassen und so eigenständig wie möglich ihr Leben zu gestalten. Nachdem wir uns mehrere Wohnstätten und Organisationen genauer angeschaut hatten, sahen wir im Integrationsmodell Essen genau die Form mitmenschlichen Zusammenlebens verwirklicht, wie wir sie uns für unsere Kinder wünschten. Dann war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Gründungsversammlung am 20.01.2005. Inzwischen sind wir ein eingetragener Verein und verfügen auch über die notwendige steuerliche Freistellung. 

Neben vielen organisatorischen Fragen, die für viele das erste Mal geklärt werden mussten, sollten sich unsere Kinder als Gruppe erleben, damit wir feststellen konnten, ob ein gemeinsames Wohnprojekt erfolgversprechend sein könnte. Dazu veranstalten wir monatlich Freizeitgestaltungsnachmittage, parallel bestand für uns Eltern die Möglichkeit, anstehende Probleme in Angriff zu nehmen.

Wir konnten "die Voerder" Baugenossenschaft Ennepetal-Voerde eG für uns gewinnen, die in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Adolf Neuhaus das Wohnprojekt entwickelt hat. Seit September 2012 wohnen nun fünf junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in einer 200qm großen Wohnung und werden seit Mai 2015 vom SaB.Ruhr (Selbstbestimmte Assistenz Behinderter)  in allen Belangen unterstützt, SaB.Ruhr ist auch für die Pflege zuständig.

Damit die Gruppe ihre Freizeit flexibel gestalten kann, hat der Verein im August 2015 einen Bus angeschafft, der nun auch in den jährlichen Freizeiten Einsatz findet.

(verfasst von Carin Kruip)

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